DAS SCHREIBENSpiegelschrift

      (Dieser Artikel ist erschienen in LHC-13 01-2001)

Vielen umgeschulten Linkshändern ist ihre Fähigkeit bewusst, mühelos Spiegelschrift schreiben zu können, mit der linken Hand, von rechts nach links. 

Der berühmteste Vertreter dieser Spezies ist Leonardo da Vinci (*Vinci bei Florenz 15.4.1452, + Chateau de Cloux bei Amboise 2.5.1519). In der 576 Seiten starken Roman-Biografie von Dmitri Mereschkowski ("Leonardo da Vinci", 1973, Droemer Knaur, ISBN 3-426-00322-8) findet sich bereits auf Seite 30 ein Hinweis auf Leonardos Schreibweise:

"Beltraffio bemerkte, dass er den Schreibstift nicht in der rechten, sondern in der linken Hand hielt und sagte sich: er ist linkshändig ! Ihm fielen die seltsamen, über Leonardo umlaufenden Gerüchte ein: angeblich schrieb er seine Werke in Spiegelschrift, nicht von links nach rechts, wie andere Leute, sondern von rechts nach links, wie man im Orient schreibt. Es wurde behauptet, er tue es, um seine verbrecherischen, ketzerischen Gedanken über Gott und Natur zu verbergen." 

Ungläubiges Staunen ruft diese Fähigkeit auch heute noch, 500 Jahre später, oft hervor. Der Witz dabei ist das normale Schreibtempo und die gleichzeitig gute Leserlichkeit des spiegelbildlich mit der linken Hand von rechts nach links Geschriebenen. Offensichtlich findet sich dieses "Talent" hauptsächlich bei schreib-umgeschulten Linkshändern und stellt somit eigentlich ein "Krankheits-Symptom" dar. Gleichwohl bietet es den Rechtshändern und "heimlichen" Linkshändern beim Zuschauen Kurzweil und Spass. Axel N. (65)  aus Wülfrath berichtet:



Ich bin  -nein ich war-  bei meiner Einschulung 1942- Linkshänder. Aber meine Mutter und auch mein erster Klassenlehrer haben mir das Schreiben mit dem "schönen Händchen" eingebläut. 

Heute schreibe ich wie jeder andere auch mit der rechten Hand. Aber das Schreiben mit der linken Hand habe ich nicht verlernt - genau so flott - allerdings in Spiegelschrift. Bei Feierlichkeiten bei Freunden und Bekannten, im Sommer letzten Jahres auch bei einer öffentlichen Veranstaltung, mache ich daraus eine kleine Vorführung.

Ich stelle eine große Glasplatte inmitten des Publikums auf, so dass die Gäste vor mir (hinter der Glasplatte) und hinter mir (vor der Glasplatte) stehen. Auf Zuruf schreibe ich Sätze erst in herkömmlicher, dann in Spiegel-Schrift. Wenn die Gäste vor mir etwas zurufen, schreibe ich zuerst in Spiegelschrift, dann in herkömmlicher Schrift. 

Sozusagen als Höhepunkt der kleinen Vorführung schreibe ich dann auf Zuruf mit beiden Händen zur gleichen Zeit sowohl in herkömmlicher, als auch in Spiegel-Schrift.

Als Linkshänder fällt einem so etwas ja leicht. Aber bei den übrigen Gästen ruft es immer wieder Erstaunen hervor.
So weit Herr N. 



Dieses Vorgehen, das Schreiben mit beiden Händen, ist ein möglicher Weg für umgeschulte Linkshänder, sich auf das Schreiben mit der linken Hand einzustimmen. Der Herausgeber selbst nutzte das Spiegelschrift-Schreiben über Jahrzehnte hinweg immer wieder einmal, um sich lustvoll dem psycho-motorischen Vorgang "Schreiben" hinzugeben. Das wurde immer als wohltuend empfunden. 

Der Pferdefuss dabei: Eine verbundene Hand-Spiegelschrift ist selbst für den Schreiber nicht ohne Weiteres zu lesen. Es gibt drei mögliche Wege, das so Geschriebene trotzdem mühelos zu lesen:

1) Das Blatt nur auf einer Seite beschreiben und mit der beschriebenen Seite gegen die Sonne oder eine andere Lichtquelle halten.
2) Einen Spiegel neben das Geschriebene halten und im Spiegel lesen.
3) Das Blatt nur auf einer Seite beschreiben und Kohlepapier mit der druckenden Seite zur Rückseite des Blattes anbringen.



BESSER TELEFONIEREN mit NOTIZEN 
Geschäftliches und auch privates Telefonieren soll effektiv sein. Ein kurzes und für alle Beteiligten zum Ziel führendes Telefonat ist wohltuend. D.h., möglichst am Thema bleiben, nicht Verstandenes und Namen nachfragen, Beschlüsse fassen, beenden. Das Telefonat hat den Vorteil größerer persönlicher Nähe, als z.B. das Internet mit e-mail. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit des Mit-Schreibens von Stichworten, Gedächtnis-Stützen, Fakten, Zahlen, Namen und Dauer des Gespräches, ohne dadurch den Gesprächspartner zu irritieren. Er darf  aber ruhig wissen, dass Sie sich Notizen machen und wenn er klug ist, macht er selbst auch welche. 

Wichtigste Grundregel: 

Ein Zettel ohne Datum ist kein Zettel, d.h. die Angaben darauf sind ohne die zeitliche Zuordnungs-Fähigkeit in ihrem Wert stark geschmälert. Das zeigt sich besonders bei sich lange hinziehenden Projekten mit mehr und mehr "paperwork".  Das gilt natürlich für alles Geschriebene, nicht zuletzt auch für Tagebuchaufzeichnungen.

Weitere Tipps:

Entwickeln Sie ihr eigenes "STENO". Gerade für Leute in einem Rückschulungsprozess und dadurch mit ungewohnt langsamem, linkem Schreibtempo sind unmissverständliche Kürzel sehr nützlich. Das Hauptstichwort, Oberbegriff, der "Betreff",  hilft unterstrichen  zu mehr Übersicht. Auch das berühmt-berüchtigte wg.  (=wegen) ist durchaus nützlich. Eigennamen, wörtliche Zitate,  etc. am besten in "Anführungszeichen", um Missverständnisse zu vermeiden. Wer wen anruft, mag mitunter ebenfalls wichtig sein, also "ich ihn" oder "sie mich" etc. notieren. 

Auch müssen die Notizen nicht immer auf separaten Zetteln oder Telefonnotiz-Blöcken verzeichnet werden, sondern können direkt auf zeitlich und sachlich relevante Briefe, Faxe etc. geschrieben werden. Das Führen eines handschriftlichen "Tagebuches" , groß (=A4) für's Heim-Büro, klein (=A6) für unterwegs, gefüllt mit Ideen, Skizzen, Notizen und Adressen ist ebenfalls sinnvoll und immer griffbereites Schreibzeug dafür unentbehrlich. Für Schreib-Rückschuler ist eine dadurch ermöglichte durchgängige Beobachtung des sich anbahnenden neuen Schriftbildes mit der linken Hand ebenfalls sehr aufschlussreich. Die "Leserlichkeit" für aussen Stehende ist dabei völlig nachrangig. Hauptsache, Sie selbst können Ihre Aufzeichnungen lesen.



Wie nun lernen Kinder (und sich rückschulende Erwachsene) mit links "schön", d.h. leserlich und zügig zu schreiben ? 

Christa Tabara (29) lebte bis zu ihrem 18. Lebensjahr in Rumänien und erzählt, wie sie zunächst durch Nachfragen bei den Eltern die Bedeutung der Buchstaben erfuhr und dann durch Abmalen der Buchstaben aus der Zeitung das Schreiben lernte. Die gleichzeitig einsetzende, ziemlich rigide Umschulung ist bis in unsere Tage sicher kein Einzelfall, egal ob in Rumänien, Deutschland oder sonstwo:

"Ich konnte schon lesen und schreiben, bevor ich eingeschult wurde. Meine Eltern brachten immer die Zeitung nach Hause und ich ärgerte mich, dass sie die Nase hinein steckten und ich damit nichts anfangen konnte. So habe ich immer wieder gefragt, welcher Buchstabe was darstellt, bis ich lesen konnte, und vom ‚Abmalen‘ der Buchstaben habe ich auch schreiben gelernt, allerdings nur Druckbuchstaben. Woran ich mich erinnern kann ist, dass ich mit links schreiben wollte, was meinen Eltern nicht gefiel.  Deswegen klebten sie mir die Finger der linken Hand mit ‚Leukoplast‘ zusammen, damit ich gezwungen war, mit rechts zu schreiben. Und so war ich bei der Einschulung schon umgeschult.  Die Lehrerin musste praktisch nichts mehr dazu tun."


Folgende Tipps für Schreibanfänger haben wir zusammengestellt aus einem Artikel der Zeitschrift "Grundschulunterricht" Nr. 6-1999 (Pädagogischer Zeitschriftenverlag, Berlin) von Dipl.Soz. Susanne von Rotberg. Teilweise Ergänzungen aus der Sicht links schreibender Menschen sind fett gedruckt von LHC hinzu gefügt.

1) Der Arbeitsplatz

In der Schule sitzen Linkshänder an einer Doppelbank am besten links. Damit der linke Arm volle Bewegungsfreiheit hat, soll links kein rechtshändiger Nachbar sitzen. Auch zuhause (oder am Arbeitsplatz) sollte ein entsprechender Schreibplatz mit Bewegungsfreiheit nach links vorhanden sein.  Das Licht sollte von rechts oder vorn einfallen.

2) Die Schreibhaltung (und die Blattlage)

Linkshändige Kinder orientieren sich oft an anderen Kindern und haben deshalb Schwierigkeiten, von selbst ihre optimale Blattlage und Schreibhaltung zu finden. Wird mit dem Schreiben begonnen, brauchen linkshändige Kinder vom ersten Tag an in Schule und Elternhaus Unterstützung durch methodische Hilfestellungen, denn Fehlhaltungen lassen sich bereits nach kurzer Zeit nur schwer korrigieren. 

Auch viele erwachsene, nicht umgeschulte  Linksschreiber haben oft noch Schwierigkeiten, die für sie optimale Schreibhaltung zu finden. Oft zwingen einen äussere Umstände zu schwierigen oder zumindest ungewohnten Haltungen. Bei beengten Raumsituationen, z.B. im Flugzeug, Eisenbahn, PKW oder bei "Kolleg-Stühlen" (Armlehne rechts) lässt sich nur schwer eine raumgreifende Schreibhaltung realisieren. Solche Ausnahme-Situationen können aber ein "Probieren" möglicher günstiger Haltungen auslösen und haben somit auch einen positiven Effekt.

Eine mögliche Ausgangshaltung, die sich im Laufe des Lebens durchaus verändern und den eigenen Gegebenheiten anpassen kann, ist die von Frau Dr. Sattler empfohlene Schreibhaltung. Das Blatt leicht (ca. 45°)  nach rechts gedreht, eher links vom Körper liegend und der Arm von unten kommend (also Vermeidung der "Hakenhaltung"). 

Für Lehrer, Seminarleiter und -teilnehmer, -schüler etc. ist oft auch ein Schreiben an Wandtafeln, Flip-Charts etc. notwendig. Dies ist eine völlig andere Art des Schreib-Gefühls. Der ganze Arm bewegt sich, während die Hand eher "starr" bleibt und nur die Kreide oder den Marker hält. Empfehlenswert scheint dabei, grossflächig und mutig schwingend zu schreiben. Dies fällt erstens leichter und ist zweitens von Weitem besser lesbar. 

Es gibt eine Studie von Michael S. Gazzaniga  zur Dominanz-Verteilung zwischen (Ober-) Arm und Hand der gleichen Seite. Der Arm werde auch "ipsilateral", also gleichseitig gesteuert. D.h. der linke Arm auch von der linken Gehirnhälfte. Die linke Hand hingegen, und dies bestätigen ja alle Forschungen, "contralateral", also nur von der rechten Hirnhälfte. (Spektrum der Wissenschaft, 12-1998, S.84-89) Könnte diese Feststellung ihr Pendant finden in der Hemmung mancher Linkshänder, an einer Wandtafel großflächig mit links zu schreiben ? 

3) Die Stifthaltung, letztes Zitat aus "Grundschulunterricht":

Die linke Hand hält den Stift zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und stützt sich auf die seitliche Fläche des kleinen Fingers. Stop ! 

Hier sollte man nicht der Gefahr unterliegen, diesen Tipp allzu wörtlich zu nehmen. Was ist mit "seitliche Fläche des kleinen Fingers" gemeint? Wer selbst links schreibt, soll das einmal ausprobieren. Da muss der Stift schon ziemlich weit oben gehalten werden, damit er das Blatt überhaupt erreicht. Entscheidend ist die Frage, ob mit eher ausgestreckten Fingern oder eher mit "geballter Faust" der Stift gehalten wird. 

Teilweise wird sogar empfohlen, mit einer Kugel, z.B. Glasmurmel, in der Hand zu schreiben. Die Kugel soll dabei vom kleinen und vom Ringfinger gehalten werden. Dadurch ergibt sich automatisch die "Geballte-Faust-Haltung". Letztlich sind wir doch alle Individuen mit eigenen Gehirnen und einem eigenen Körperbau. 

Welche Stifthaltung ist "angenehm"? Wie fühle ich mich bei welcher Haltung ? Welche Haltung erlaubt es mir, schnell und leserlich zu schreiben? Sollte ich mir angewöhnen, eher "groß" oder  eher "klein" zu schreiben? Bei welcher Haltung kann ich am besten "Denken" ?

Solcherlei Fragen sollte der Schreibanfänger sich stellen, am besten handschriftlich. Und er sollte versuchen, ebenfalls handschriftlich und FREI ASSOZIIEREND, sie für sich zu beantworten. Das ist sicher ein monate- wenn nicht sogar jahrelanger Prozess, bei dem sich ein "Tagebuch" gut füllen kann. Ein Richtwert für das Erreichen einer "persönlichen Handschrift" könnte ein Zeitraum von ca. drei (Schul-) Jahren sein. 

Während dieser "Lehrzeit" allerdings sollte das Thema "Schreiben" liberaler behandelt werden, als dies zur Zeit noch an den Schulen und in weiten Bereichen der Gesellschaft üblich ist. Insbesondere sollten einmal folgende Punkte wenigstens "angedacht" und dann auch diskutiert werden:



A) Das "Füller-Schreiben"

In welcher Zeit  leben wir ? 2001 ? 
Begleitet uns das liebe Leben lang sooo viel "Pietät", dass das Füllerschreiben so wichtig ist ? "Pietät verlangt Tinte", sprach der Filosof. Wozu müssen Schulkinder sich damit herum schlagen, wenn sie im richtigen Leben dann vielleicht NIE MEHR einen Füller benutzen ? ("Es fördert die Feinmotorik", wird geflüstert.) Wir lernen den flinken Umgang mit einer PC-Tastatur ja auch nicht auf einer Adler-Ratter-Tatter-Schreibmaschine. Ist das "Pflege der (Leit-) Kultur"? Richtig, Goethe hat ja auch meist mit Tinte geschrieben. Aber der kannte ja noch keine KUGELSCHREIBER. 

In der März-2000-Ausgabe von "Ökotest" stand ein mehrseitiger Artikel über LH. Es wurde auch eine "schnelltrocknende Tinte" erwähnt. Damit waren aber schneller als Füllhalter trocknende "Tinten-Roller" gemeint. Schnelltrocknende Tinte gibt es weder im Handel noch bei den Herstellern.
Sofern die Tintenroller in den Schulen als Alternative zum Füller zugelassen sind, bieten sie sicher eine gute Möglichkeit zur Wischvermeidung.

Natürlich bringt das Füllerschreiben nicht nur Frust und blaue Flecken. Eine gut geschliffene Feder gleitet leicht und schwungvoll. Die Strichstärken sind unterschiedlich, je nach Auf-, Ab- oder Querstrich und können dem Schriftbild Schönheit  und Spannung verleihen. Bei guten, allseitig geschliffenen  Federn besteht auch die Möglichkeit, die Feder "auf dem Kopf" zu verwenden, wodurch sich ein ganz dünner Strich ergibt.

Es gibt im Handel spezielle LH-Füller. Diese unterscheiden sich von RH-Füllern durch einen leichten Anschliff auf der linken Seite der Feder. RH-Füller sind rechts leicht angeschliffen. Dies ist aber nur bei dickeren Federn der Fall. Dünnere Federn sind praktisch immer symmetrisch geschliffen, wie der Füller-Sachverständige Ulrich Huppach aus Wuppertal-Elberfeld berichtet. Dünne Federn schleifen sich somit nur durch das Einschreiben ein und bleiben deshalb von besonders individuellem Wert.

B) Das  "Verbundene-Schrift-Schreiben"

Viele links schreibende Menschen weisen ein eher druckschrift-artiges Schriftbild auf. Dies ergibt sich zwangsläufig daraus, dass sie öfter absetzen müssen, um die Hand, bzw. den Arm nach zu rücken. Deshalb auch hier die Frage nach mehr pragmatischer Liberalität. Warum um Himmels Willen muss ein Mensch eine "Verbundene Handschrift" erlernen, wenn er sie später und für den Rest seines Lebens nie mehr verwenden wird ? 

Oft wird das durch's verbundene Schreiben erzielbare, höhere Schreibtempo in's Feld geführt. D.h. man schließt auch hier wieder von subjektiven Erfahrungen Einzelner (Rechtsschreiber) auf alle Menschen. Viele Menschen, auch Rechtshänder, erzielen mit einer eher druckschrift-artigen Handschrift für sich selbst und für ihre Adressaten gute Ergebnisse bei genügendem Schreibtempo.
 
 

C) Das "Rechtschreiben"

Eins unserer Lieblingsthemen. (S.a. LHC-1, 3, 5 + 6). "Dem Volk auf's Maul schauen", sagte einst Herr Dr. Martin Luther und übersetzte die Bibel in eine für alle verständliche Sprache. Und erfand dabei neue Schreibweisen, die der damals GESPROCHENEN Sprache ent-sprachen. 

Bei dem jahrelangen Presse-Dauerbrenner "Rechtschreibreform" wurden, wie inzwischen sattsam bekannt, viele Chancen vertan, Einiges aber auch wirklich verbessert. Grundsätzlich schreien Grammatik und Rechtschreibung nach LIBERALITÄT ! So lange die Leute sich schriftlich verständlich ausdrücken können, ist es doch völlllllich Wurszst wei sie schreibn, odr? Jeder hat doch seine eigenen Stärcken. 

Das Höchste sind aber unsere germanofilen Sprachhüter, die sich an manchen Universitäten aber auch im Rest der Welt tummeln. In eigentlich jedem europäischen Land ist man in den zuständigen Gremien fürchterlich eigen mit seiner Sprache. In Frankreich z.B. durften, oder dürfen sogar noch immer, nur ca. 20 % "ausländische" sprich hauptsächlich englische Songs im Radio gespielt werden. Bei jedem Sender. )-;°
 

D) Das "Schönschreiben"

Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten. Die (Pseudo-) Wissenschaft "Grafologie" hat sich ja in den modernen Personalbüros glücklicher Weise nicht überall durchgesetzt. Aber auch heute noch werden von vielen Personal-Verantwortlichen durch die Grafologie-Literatur beeinflusste Maßstäbe an's Schriftbild gelegt.

Das Schriftbild kann unterschiedlichste Emotionen beim Leser hervor rufen. Immer ist doch die Frage, ob das Hand-Gechriebene nur für einen selbst oder auch für Adressaten bestimmt ist. Hat nicht jeder vielschreibende Mensch seine Notiz-Schrift und seine "Sonntags-Schrift"?  Gerade bei der "Notiz-Schrift" sollte man sich keinerlei Regeln unterwerfen müssen. Muss denn die Schrift immer 100% horizontal verlaufen ? Wenn die Leserlichkeit erhalten bleibt und der Schreibfluss fliesst ist das doch völlig zweitrangig. Für die exakte Horizontalschrift haben wir doch letzten Endes den Computer, die Schreibmaschine oder die Kästchen auf dem Überweisungsformular der Bank.(-:°

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