SOLAR-CORNER


14. Requiem für den Wald

             (1.Requiem am 1.11.1997 Foto: Tom Braun)

Am Samstag, 30.10.2010, 19 - 22 Uhr

Auf dem Sportplatz "Kaiserhöhe" in Wuppertal-Elberfeld.
Gut zu Fuß zu erreichen von der Straße "Am Buschhäuschen"

Diese ist gut zu erreichen von der A46, 
Abfahrt "Varresbeck" oder "Katernberg"

Bäume sterben. Dieses Un-Wort  „Baumsterben“, eigentlich eine Verharmlosung. Es sterben Bäume, nicht „Baum“.

Aktion: 

Am Samstag 30.10.2010 gegen 19.00 Uhr werden Freundinnen und Freunde  des Waldes die Kaiserhöhe in Wuppertal-Elberfeld erklimmen, bewaffnet mit einer mittelmäßigen Beschallungsanlage, einigen Trompeten und Hörnern des Kleinen Bläserensembles Herne-Wuppertal, aber auch Trommeln und Stimmen, mehreren Kerzen und Thermos-Flaschen voller Glühwein, um dem Wald ein Ständchen zu bringen. 

Neben Live-Darbietungen des Ensembles erklingen hin und wieder schöne Töne aus der Konserve, vorzugsweise aus den Requien von Mozart und Brahms. Bis ca. 22 Uhr. Bitte heißen Glühwein, Mozartkugeln, Spekulatius, Lebkuchen und Zimtsterne nach Belieben mitbringen. 


Musik „hilft Pflanzen“. Zumindest wird dies durch viele Zimmer-
Pflanzen-Züchter berichtet. Auch Sprechen mit Pflanzen hilft, sagt man. Somit deckte ja das Requiem alle spirituellen Bedürnisse des Waldes ab. Sowohl Wort, als auch Ton wirken mit. 

Wieviel mehr mag der Wald zu solch feinfühligen Empfindungen fähig sein, als jener Gummibaum im Wohnzimmmer?

Laut hin und wieder durch die Medien flatternden Mitteilungen sind strichweise, und so auch in Wuppertal, viele Teile des Waldes so gut wie tot. Höchste Zeit also für die letzte Ölung!

Alle Beteuerungen der weltgewandten Damen und Herren Politiker und Helfer (als auch Helfershelfer und Helfersgehilfinnenenhelfershelfer) ......haben nichts gebracht Na, sowas!

Alle in den Medien überaus gefeierten revolutionären Maßnahmen, wie die mit aller Brutalität durchgesetzte Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen (130 km/h blau), Kalkstreuung, gnadenlose Borkenkäferjagden, Ozon-Wert-Durchsagen im Radio, Lärmschutzwände und natürlich unser allseits geliebter Katalysator mit diesem tollen Bleifrei .....haben nichts gebracht! Na, sowas!

Warum also nicht mal mit altbewährter Musik probieren?

Schließlich hat es auch schon vielen menschlichen Verblichenen und deren mehr oder weniger trauernden Hinterbliebenen geholfen, dies Requiem.


Wir zeigen an:
14. REQUIEM FÜR DEN STERBENDEN WALD (UND SEINE HINTERBLIEBENEN)
am Samstag, 30.Oktober 2010 Kaiserhöhe Wuppertal-Elberfeld (Briller Höhe) 19.00 - 22.00 Uhr
Da sich niemand mehr so recht verantwortlich fühlt für den armen Wald und seine Bewohner, möchten wir doch wenigstens für eine anständige LEICH sorgen, sodass er wenigstens noch etwas hat davon, denn noch steht er ja, der schöne Wald. Noch singt er täglich seine eigene Musik aus 

Zwitschern, Pfeifen, Tiriliern,
aus
Tröpfeln, Rauschen, Donnern
aus
Summen, Rascheln, Krabbeln.

Lasst uns ihm die gebührende Ehre erweisen, denn es war so schön mit ihm. Lasst uns seiner Schönheit gedenken. Sie ist nun bald dahin.
R.I.P.


Nachruf

Das "Requiem für den Wald" fand das erste Mal statt am 1.11.1997 (kurz nach Erst-Herausgabe von Left Hand Corner).

Bisher traf man sich dazu immer ganz oben auf der "Kaiserhöhe" in Wuppertal-Elberfeld.

Genauer Zeitpunkt ist seit 1998  jeweils der letzte Samstag-Abend im Oktober, von ca. 19 - 22.30 Uhr.

JedeR diR Lust, Laune, Liebe und Spaß daran hat, dem armen Wald ein Ständchen zu bringen, ist herzlich eingeladen mit zu machen. 

Bisher stand uns immer das gesamte kleine Waldstadion in Fussballplatz-Größe zur Verfügung. Ebenso Toiletten und Strom.


Kurzer Bericht vom Requiem Nr. 4 am 28.10.2000:

- Wetter 
 Wie immer kühl. Aber wenigstens kein Regen. 

-Helfer, Akteure, Mit-Macher:

   -Herr Dicke, der freundliche Platzwart(-:° Danke, Herr Dicke !

   -André Schmidt, der Maler und Akteur aus Schwelm
    er spielt Trompete, Autoradio, Krücken und Tauben.

   -Jürgen Schröder, der Aktivist, Bläser, Bastler, Zauberer aus Herne
    er spielt Saxofon, Blasofon, Monitor, Zeltplane, Arzt, Axt und Kapitän.

   -Tina Chand, die Sängerin, Inderin, Wuppertalerin + Maman
    sie spielt zwar kein Blasofon, singt dafür aber einen kräftigen Mezzo-Piu.

   -Christian, der Franzose, Trommler, Koch und Tischler aus Wupp.
    er spielt Bongos, Pralinen, Mozartkugeln und Glühwein

   -Herbert Fuge, der Richter, Mensch, Mönch, Sänger + Profet aus W.
    er spielt Bariton, Bach, Müller, Meier, Schulze, Marx, Engels +  Lenin

   -Klaudia Paland, die Sängerin und Tänzerin aus Wuppertal
    sie spielt Mezzo-Sopran, Rumkugeln, Negerküsse + Mohrenköpfe + 
    manchmal auch Gitarre.

   -Norbert Martin, der Linkshänder, Erfinder +  Blechbläser aus Wupp.
    er spielt Left Hand Corner, Trompete, Maultrommel, Mundharmonika, 
    Kehlkopf und Altpapier.

Der Wichtigste Teilnehmer und Gestalter aber ist und war:

      Der Schöne, schöne Wald und seine Bewohner !

Hier einige Bilder vom Requiem Nr. 4 28.10.2000:

Panorama

Tina Chand + ChristianPoint
 
 

ende automob-do it in the dirt
Klaudia Paland

Juergen Schroeder
 

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